Global Marshall Plan
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Erstes Vortragsevent

Erstes Vortragsevent

"Global Marshall Plan Initiative der Hochschule Furtwangen University verzeichnet ersten Erfolg"



VS-Schwenningen. Die Hochschulgruppe des Global Marshall Plans organisierte am vergangen Mittwoch ab 19 Uhr vor circa 50 Personen ein erfolgreiches erstes Vortragsevent. Volker Weber und Rainer Gottschalk konnten das Publikum mit interessanten Vorträgen begeistern. Die anschließende Podiumsdiskussion fesselte die Zuschauer bis 22 Uhr in den Räumen der Hochschule Furtwangen.

Die neu gegründete Hochschulgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltige Denkweisen an der Hochschule und in der Region zu verbreiten konnte mit ihrer ersten Veranstaltung bereits einen Erfolg verbuchen. An der Hochschule Furtwangen University Außenstelle Schwenningen trafen sich neben der Hauptgruppe der Initiative auch zahlreiche interessierte Studenten und Professoren um dem Gastredner der zum Thema „Nachhaltige Geldanlage – Gute Rendite, gutes Gewissen?!“ sprach, zuzuhören.

Durch den Abend führte der Donaueschinger Student Marius Gottschalk. Die Einführung in das Thema Nachhaltigkeit übernahm Dr. Rainer Gottschalk, Geschäftsführer der Powerfarm Holding in Donaueschingen. Ihm war es besonders wichtig, seine Zuhörer Wach zu rütteln und auf die immer stärker werdenden Probleme hinzuweisen, die ein nachhaltiges Wirtschaften „unbedingt erfordern“. „Wenn aus einem Wald mehr Holz herausgeholt wird als im gleichen Zeitraum nachwächst – dann ist das genau das Gegenteil von Nachhaltigkeit“. Dr. Gottschalk wies mit ausgewählten Statistiken auf die Probleme der Ressourcenknappheit, Urbanisierung und den Klimawandel hin. Eine Überleitung zum Hauptredner fiel im nicht schwer. „Wenn Märkte nur noch selten von realer Nachfrage, sondern durch Spekulationen getrieben werden, dann wird der Grad der Nachhaltigkeit auch in der Finanzwirtschaft klar.“

Volker Weber, Vorstand des Forums für nachhaltige Geldanlagen, ging in seinem Vortrag auf die Möglichkeiten und Erfolge der nachhaltigen Anlagen ein. Der Markt für Umwelttechnologien liege derzeit bei 1400 Milliarden Euro, in 10 Jahren wird sich dieses nach Angabe des Redners um mehr als verdoppeln. Warum also nicht in Unternehmen mit nachhaltigen Technologien investieren?! In seinem Vortrag zeigte Weber auch auf, dass man mit nachhaltigen Anlagen durchaus Profit machen kann. Im Vergleich der DAX Unternehmen mit dem Naturaktien Index zeige sich ein 250-prozentiger Renditeunterschied zu Gunsten der nachhaltigen Anlagen, so Weber. „Außerdem kann der CO2 Verbrauch bei Investitionen nachhaltige Geldanlagen um die Hälfte verringert werden“. Auch wurden die Auswahlkriterien der „Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften“ dargelegt, die mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien ein breites Spektrum abdecken. Abschließend wurden verschiedene Unternehmen und innovative Ideen zum Thema Nachhaltigkeit aufgezeigt.

Nach einer Pause fand dann eine Podiumsdiskussion zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit statt. Neben den beiden Rednern nahm auch der Student Torsten Frey, sowie Prof. Dr. Horstmeier, Ethik-Beauftragter der Hochschule Furtwangen, an der Diskussion teil. Die Diskutierenden konnten mit Fachwissen auftrumpfen und lieferten eine fachlich versierte, teilweise kontrovers geführte Diskussion. Es wurde unter anderem auf die BP Krise eingegangen, sowie auf globale Entwicklungen im Bereich der regenerativen Energien. Auch soziale Probleme wie Hunger und die ungerechte Verteilung der Ressourcen wurden nicht ausgespart.

Das Publikum hielt es trotz der Wärme und des schönen Wetters drei Stunden im Vorlesungssaal aus und nahm durch Wortmeldungen aktiv an der Diskussion teil. Im Anschluss an die Veranstaltungen zeigten sich Gäste und Teilnehmer sehr zufrieden.

Webdesign: Sebastian Wagner